Kompetente Beschallung: Das Fachpersonal im Interview

2015.10.09.Das_FachpersonalDas Fachpersonal, bestehend aus Rifat und Mengs aus Leer, haben sich einen eigenen Auftrag gegeben indem sie durch Beschallung “Raum” in Anspruch nehmen. Mit dem Motto “Dunkel, dreckig, laut – viel, lange und alles – genau was du brauchst!” ist das Duo, dass beim Oldenburger Label “Cubetribe Records” veröffentlicht, schon seit mehreren Jahren eine feste Größe in Niedersachsen. Bekannt von Sausen wie z. B. im damaligen “Beat Club” oder dem legendären Klick-Klack Open Air. Mittlerweile haben sie auch mehrmals fachgerecht die Technohauptstadt Berlin beschallt und hinterließen u. a. im RAW Tempel, Morlox Club oder VCF einen kompetenten Eindruck. Doch dem Norden bleiben sie auch weiterhin treu und sind am 10. Oktober bei We Change The Weather in der Bremer Lightplanke zu Gast. feierei.de nutzte die Gelegenheit und stellte Rifat von Das Fachpersonal ein paar Fragen.

 

Wie ist euer DJ Name entstanden?

Wie könnte es anders sein als auf einer Afterhour?!

 

Während ihr früher viel im Norden gespielt habt, gab es auch schon diverse Gastspiele in Berlin. Wie nehmen euch alte Bekannte und Kollegen wahr, wenn ihr z. B. am 10. Oktober wieder in Bremen spielt?

In dem sie uns angucken, mit uns sprechen und unsere Musik hören, glaube ich.

 

Legt ihr nur auf oder produziert ihr auch? Und wenn ja, auf welchen Labels konntet ihr sie bisher veröffentlichen?

Ja, wir produzieren auch. Zwar macht Christian über 80% der Tracks, dennoch sind wir beide am Ende cool damit. Das ist wichtig. Veröffentlicht haben wir bereits neben unserem eigenem Label (Cubetribe Records) auf MyCore Records aus Frankfurt, opensource Records aus Brasilien und diversen Compilations einen Teil beigetragen.

 

Welche Musiker haben euch bei dem bisherigen Schaffen massiv beeinflusst?

Es geht nicht darum Namen zu nennen, sondern den Rahmen zu sprengen! ;)
Aber es gibt sie, diese Einflüsse von anderen Künstlern und vor allem aus anderen Genren…

 

Die Major Musikvertriebe unterstreichen gerne ihre Bedeutung dahingehend, dass ohne ihr Kapital keine Talente mehr gefördert werden könnten. Wie steht ihr dazu?

Es macht ja irgendwo Sinn, aber ob Millionen für Trash-Pop-Neo-Funk-Aggro-Rap raus zu schleudern, damit die neue Generation nicht gelangweilt wird, der richtige Weg ist, steht nirgends geschrieben…

 

Andere DJ Duos legen teilweise ohne dem eigenen DJ Partner in einem Club auf, damit dieser in einem anderen Club an einem anderen Ort ebenfalls ein Booking wahrnehmen kann. Somit spielt das Duo an einem Abend an mehreren Orten, aber das Publikum wundert sich, warum nur einer vor ihren Augen spielt, und ist am Ende enttäuscht. Wie handhabt ihr das, wenn ihr mehrere Booking Anfragen für einen Abend kriegt?

Sowas kommt vor. Am 15. August hatten wir z.B. drei Gigs in drei Städten und alle zusammen gespielt. Es ist immer die Frage, ob es logistisch machbar ist. Wir bevorzugen es immer gemeinsam aufzutreten, aber auch ein Gig alleine bricht uns nicht auseinander.

 

Mittlerweile seid ihr viel rumgekommen. Welche Location, die ihr noch nicht bespielt habt, steht auf eurem geheimen Wunschzettel?

Oh, schöne Frage. Einige wie z.B. Kater Holzig, das Sisyphos in Berlin oder das Uebel&Gefährlich in Hamburg. Die Liste ist aber unendlich lang und geht über den ganzen Planeten!

 

Zum Abschluss unsere Lieblingsfrage: Was war eurer bisher schlimmstes Erlebnis beim Clubauftritt? Was geht gar nicht, aber kommt dennoch immer vor?

Das schlimmste ist, glaube ich, eine schlechte Organisation und Promotion im Vorfeld. Einmal kamen wir in einen Club und da standen keine Plattenspieler, die wir aber für unser Set benötigten. Schlimm ist es auch, wenn der Veranstalter voller als der ganze laden ist… Alles schon erlebt.
Das Interview führte Ma-Cell.

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Ma-Cell

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