Review: SonneMondSterne 2009

Ausverkauft war sie nun also, die SonneMondSterne. Das Motto hätte auch lauten können: Je mehr Wirtschaftskrise, umso mehr Feierei. Aber vielleicht lag es ja doch am diesjährigen Lineup, was den Reiz des Festivals ausmachte. Was schon bei der Melt! die letzten Jahre Erfolg hatte, fand sich auch bei der SMS immer stärker wieder. Kein reiner Hauptfokus auf rein elektronische Musik, sondern eine angenehme Fusion von verschiedenen Richtungen, die sich Gegenseitig nicht stören. Eine Rechnung, die wohl aufgegangen ist, denn auch die Melt! war dieses Jahr zum ersten mal ausverkauft.

Der Weg aus dem Norden selbst gestaltet sich immer ein wenig schwierig angesichts der langen Strecke. Manchmal kann also auch ein noch so früher Start für eine dennoch recht späte Ankunft sorgen. Irgendwas ist ja immer. Dafür spielte endlich mal das Wetter wieder mit und begrüßte die Anreisenden mit Sommer, Sonne, Sonnenschein. Auch die grünen Jäger, welche diesmal teilweise in stylisch schwarzen Shirts gekleidet waren, hatten vermutlich ebenfalls zu gute Laune, denn diesmal durften selbst bei der VIP und Artists Durchfahrt sich Passanten über einen Körpercheck freuen. Man merkt es hier immer wieder deutlich: Thüringens Polizei-Azubis genießen in jedem Fall eine sehr pragmatische und anwendungsorientierte Ausbildung.

Doch wie war es nun? Angesichts des Lineups waren die Erwartungen recht hoch und im Nachhinein wurden diese quasi auch erfüllt. Zwar konnte auf Grund von Ü30 Faktor und Hitzewallungen nicht alles abgefrühstückt werden, aber man kann ja nicht alles im Leben haben. Der Freitag zeigte sich noch recht entspannt und bot eine Verschnaufpause nach der langen Fahrt an. Ein paar Häppchen wie The Prodigy, Deichkind, Extrawelt, Carl Cox sowie Richie Hawtin feat. Barem sorgten dafür, dass man nicht zu hippelig auf den Samstag wurde. Dazwischen konnte man Schätzchen abseits des Gewöhnlichem finden. Hier seien Vertreter wie Eltron, Kratzer, Talisman und den BRB Allstars genannt.

Viel Spaß hatten sicherlich alle, die versucht haben, den Samstag angenehm zu überstehen. Sonne und Zelt haben sich noch nie vertragen, aber vom Gefühl her schien es diesmal gerade so ertragbar zu sein. Gut so, denn der Samstag Abend war ja schließlich ein regelrechtes Feuerwerk. Skandale gab es keine und so rutschten die Mainacts wie MIA., Peter Fox, Fatboy Slim (mit sehr guter Laune am Start und langem Set), Josh Wink, Boris Dlugosch und vielen anderen durch das Programm. Awesome oder einfach nur gut. Mittlerweile schon Tradition war dann das allmorgendliche Treffen beim BRB-Allstars Floor. Dort gab es wie immer keine Kompromisse, sondern einfach einen schönen Ausklang. Und dann war da noch die Rückfahrt… Man kann es sich denken.

Impressionen gibt es hier.

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